Fliesen-Qualität
Die Qualität von Fliesen hängt, wie bei den meisten Dingen, auch zu einem großen Teil von der Verarbeitung ab. Daraus folgt, dass eine qualitativ hochwertige Fliese auch Beschädigungen aufweisen kann, wenn sich nicht sachgemäß verlegt wurde. Daneben hat sich jedoch ein relativ technisches System entwickelt, das die Grundeigenschaften von Fliesen beschreibt, so dass man auch als Leihe ungefähr einschätzen kann, ob die Fliesen für das geeignet sind, was man damit vor hat.
Wasseraufnahmevermögen
Beim Wasseraufnahmevermögen unterscheidet man fünf genormte Kategorien: 1. Wasseraufnahmevermögen von mehr als 10% = Kategorie III, 2. Wasseraufnahmevermögen von ca. 6-10% = Kategorie IIb, 3. Wasseraufnahmevermögen von 3-6% = Kategorie IIa, 4. Wasseraufnahmevermögen von maximal 3% = Kategorie Ib und 5. Wasseraufnahmevermögen von maximal 0,5% = Kategorie Ia. Vom Wasseraufnahmevermögen hängt vor allem die Frostsicherheit ab; deswegen sollten in Außenbereichen ausschließlich die Kategorien Ia und Ib verwendet werden.
Abriebfestigkeit
Die Abriebfestigkeit bestimmt, in welchem Maße ein Fliese beansprucht werden kann, ohne dass größere Verschleißspuren sichtbar werden. Die Klassifizierung ist hier 0-5, wobei 0 eine theoretische mehr oder weniger nicht vorhandene Abriebfestigkeit darstellt, die in der Realität kaum existiert, da diese in keiner Weise zu verarbeiten wäre. Die Abriebfestigkeit 5 ist dich höchste Stufe der Abriebfestigkeit und kann daher in stark beanspruchten Bereichen (beispielsweise Garage) verwendet werden.
Rutschsicherheit
Ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Rutschsicherheit. Diese ist wiederum in fünf Gruppen unterteilt, die mit R9-R13 bezeichnet werden, wobei R9 eine sehr geringe und R13 die maximale Rutschsicherheit darstellen. Bei der Rutschsicherheit ist zu beachten, dass der Boden bzw. die Fliesen umso schwerer zu reinigen sind je höher ihre Rutschfestigkeit ist. Zudem ist die Rutschfestigkeit ein theoretischer Wert, da die Eigenschaften einer Fliese je nach Umgebung unterschiedlich beansprucht sein können. In nassen Räumen (z.B. Bad) beispielsweise wird die Rutschfestigkeit durch Feuchtigkeit noch etwas vermindert; in fettigen Räumen (z.B. Küche) können Fettablagerungen an der Fliese für eine herabgesetzte Rutschsicherheit sorgen.