Flaggen

Fliesen gibt es mit den unterschiedlichsten Motiven, in allen Farben und oft auch in interessanten Formen. Vor allem für das Bad sind Fliesen mit Motiven, zum Beispiel Fische oder Muscheln beliebt. Aber es gibt natürlich auch ganz andere, ausgefallene Motive oder Fliesen zum selbst gestalten. Vor allem während Weltmeisterschaften werden Fliesen mit Nationalflaggen darauf nachgefragt. Ich habe mich im Internet etwas nach Flaggen und deren Hintergründe umgesehen und bin dabei auch auf Signalflaggen gestoßen, die zum Beispiel auf See verwendet werden, um mit fremden Schiffen kommunizieren zu können. Natürlich haben die Signalflaggen seit der Einführung des Sprechfunks an Bedeutung verloren, aber wenn der Funk einmal ausfällt, greift man immer noch auf die Flaggen zurück.

Zu diesem Zweck hat die Schifffahrt seit 1901 ein internationales Signalbuch, in dem die Bedeutungen der verschiedenen Signalflaggen festgelegt sind. Vor der Einführung dieses Standards konnten Schiffe verschiedener Nationen praktisch nicht miteinander kommunizieren, da die Flaggenalphabete zwar schon existierten, aber nicht einheitlich und meistens geheim waren. Denn alliierte Schiffe mussten sich während Seeschlachten verständigen und diese Nachrichten durfte der Feind nicht verstehen.

Es gibt verschiedene Arten des Kommunizierens mit Signalflaggen: Die Flaggen des Flaggenalphabets stehen sowohl für einen Buchstaben oder eine Zahl als auch für eine ganze Botschaft, wie zum Beispiel die Signalflagge für O (Oscar), die „Mann über Bord“ signalisiert. In der Regel beschränkt man sich auf diese Bedeutungen die die Flaggen haben, da das Buchstabieren sehr umständlich ist. Man muss die Flaggen schließlich alle hissen und man kann nur vier Flaggen auf einmal hissen. Deswegen werden in der Regel nur Namen buchstabiert.

Zum Buchstabieren wird das Winkeralphabet bevorzugt. Hierbei hat man zwei Flaggen, deren unterschiedliche Stellungen verschiedene Buchstaben bedeuten. Um das Winkeralphabet zu beherrschen bedarf es aber einiger Übung. Der Vorteil daran ist, dass man es im Gegensatz zum Sprechfunk nicht abhören kann. Bei der amerikanischen Navy und in Japan ist das Winkeralphabet sogar noch offizielles Kommunikationsmittel. Aber auch von anderen Marinen wird es noch gepflegt.

Natürlich muss man, wenn man zum Beispiel mit dem Fischerboot rausfährt, kein Arsenal an Signalflaggen mitnehmen. Wer sich aber trotzdem für Signalflaggen interessiert kann sich ja einfach in einem Fahnen Shop umschauen. Und wer weiß, vielleicht kann man das Signalflaggen-Alphabet einmal gebrauchen.